INFOS UBER DIE BRANCHE

INCOTERMS

Incoterms erleichtern den internationalen Handel und unterstützen Handler in verschiedenen Ländern sich zu verstehen.. Die Incoterms 2000 sind Standard Handelsdefinitionen, die in internationalen Kaufverträgen am häufigsten verwendet werden. Incoterms werden von der internationale Handelskammer (ICC) überwacht und verwaltet und von den bedeutensten Handelsnationen der Welt befolgt.
 
Momentan werden 13 Incoterms verwendet. Die meisten Verträge, die nach 1. Januar, 2000 abgeschlossen wurden , beziehen sich auf diese neueste Fassung der Incoterms, die an diesem Tag in Kraft getreten war. Die richtige Bezug ist auf “Incoterms 2000”. Sofern nicht andersweitig vereinbart, sind die früheren Fassungen der Incoterms noch gültig, wenn sie in noch bestehende Verträge eingetragen sind, die ein Datum vor 1.Januar, 2000 tragen.
 
Alle aktuellen Incoterms sind nachstehend beschrieben in aufsteigender Reihenfolge der Verkäuferverantwortung. Wie auch immer, die Incoterms “ab-Werk”, “Frei an Bord”, “Kosten, Versicherung , Fracht” und “Geliefert Verzollt”, sind die meistverwendeten, auch für die Zwecke der Firma Management Dynamics.
 
In der Praxis geschieht es oft, dass die Vertragsparteien, um einen Incoterm präziser zu machen, Wörter hinzufügen. Bitte beachten Sie, dass die Incoterms keine Leitlinie für solche Zusätze anbieten.
 
Gruppe E (Abholklausel):
 
EXW - Ab Werk (…benannter Ort) Der Verkäufer (Exporteur) stellt dem Käufer (Importeur) die Ware auf dem Betriebsgelände des Verkäufers oder an einem anderen benannten Ort (d.h.Werk, Fabrikationsstätte, Lager usw.) zur Verfügung. Die Ware ist für den Export nicht abgefertigt und nicht auf ein abholendes Beförderungsmittel verladen.
 
Diese Klausel stellt die Mindestverpflichtung für den Verkäufer dar. Der Käufer trägt alle Kosten und Risiken, die durch die Überführung der Ware vom Betriebsgelände des Verkäufers bedingt sind. Wenn die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer die Verantwortung für die Verladung der Ware am Abgangsort und auch die Risiken und Kosten der Verladung trägt, sollte dieses durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.

Gruppe F (Haupttransport nicht bezahlt ):
 
FCA - Frei Frachtführer (…benannter Ort) Der Verkäufer (Exporteur) fertigt die Ware für den Export ab und übergibt sie an einen vom Käufer benannten Spediteur am benannten Ort. Es sollte beachtet werden, dass die Verantwortung der Be-Entladung der Ware von dem ausgewählten Lieferungsort abhängt. Wenn die Lieferung beim Verkäufer stattfindet, ist der Verkäufer für die Verladung verantwortlich. Wenn die Lieferung an einem anderen Ort stattfindet, ist der Verkäufer nicht für die Entladung verantwortlich.
 
Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar , einschließlich des multimodalen Transports.
 
Als Spediteur gelten diejenigen, die sich durch einen Beförderungsvertrag verpflichtet haben, eine Beförderung per Bahn, Straße, Luft, See, Binnenschifffahrt oder eine Kombination dieser Beförderungsarten durchzuführen bzw. durchführen zu lassen.
 
Als geliefert gilt die Ware auch dann, wenn vom Käufer eine andere Person als der Spediteur zur Entgegennahme benannt wird und die Ware dieser Person geliefert wird.
 
FAS - Frei Längsseite Schiff (…benannter Verschiffungshafen): Der Verkäufer liefert die Ware bis zur Längsseite des Schiffes im benannten Verschiffungshafen. Ab diesem Zeitpunkt trägt der Käufer alle Kosten und das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware.
 
Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen. Sollten die Vertragsparteien wünschen, dass der Käufer die Ware für den Export abfertigt, sollte dies durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.
 
Diese Klausel ist nur für See und Binnenschifffahrt verwendbar.
 
FOB - Frei an Bord (…benannter Verschiffungshafen): Frei an Bord bedeutet, dass die Ware bei Überschreitung der Schiffsreling im benannten Verschiffungshafen vom Verkäufer als geliefert gilt. Ab diesem Ort trägt der Käufer alle Kosten und das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware.
 
Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen. Wenn die Parteien nicht beabsichtigen, die Ware über die Schiffsreling zu liefern, sollte die FCA ( free carriers agent) Klausel verwendet werden.
 
Diese Klausel ist nur für den See- oder Binnenschifffahrt verwendbar.
 
Gruppe C- Haupttransport vom Verkäufer bezahlt
 
CFR - Kosten und Fracht (…benannter Bestimmungshafen): Der Verkäufer liefert, wenn die Ware die Schiffsreling im Verschiffungshafen überschritten hat. Der Verkäufer trägt die Kosten und die Fracht, die erforderlich sind, um die Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware sowie alle zusätzlichen Kosten, die auf Ereignisse nach Lieferung zurückzuführen sind, werden vom Verkäufer auf dem Käufer übertragen.
 
Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen. Wenn die Parteien nicht beabsichtigen, die Ware über die Schiffsreling zu liefern, sollte die CPT Klausel verwendet werden.
 
Diese Klausel ist nur für den See- oder Binnenschifffahrt anwendbar.
 
CIF - Kosten, Versicherung und Fracht (…benannter Bestimmungshafen): Der Verkäufer liefert, wenn die Ware die Schiffsreling im Verschiffungshafen überschritten hat. Der Verkäufer trägt die Kosten und die Fracht, die erforderlich sind, um die Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware sowie alle zusätzlichen Kosten, die auf Ereignisse nach der Lieferung zurückzufügen sind, werden vom Verkäufer auf dem Käufer übertragen.
 
Der Verkäufer hat die Seeversicherung gegen das vom Käufer getragene Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware während der Beförderung abzuschließen.
 
Der Verkäufer schließt den Versicherungsvertrag ab und zahlt die Versicherungsprämie. Der Käufer sollte beachten, dass der Verkäufer verpflichtet ist , die Ware nur zu einer minimalen Deckung zu versichern. Wenn der Käufer eine höhere Deckung wünscht, sollte dies mit dem Verkäufer vereinbart sein oder es müsste der Käufer selbst eine Zusatzversicherung abschließen.
 
Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen. Wenn die Parteien nicht beabsichtigen, die Ware über die Schiffsreling zu liefern, sollte die CIP Klausel verwendet werden.
 
Diese Klausel ist nur für den See- oder Binnenschifffahrt anwendbar.
 
CPT - Frachtfrei (…benannter Bestimmungsort): Der Verkäufer muss die Ware dem von ihm benannten Spediteur liefern. Zusätzlich hat er die Frachtkosten zu übernehmen, die erforderlich sind, um die Ware zum benannten Bestimmungsort zu befördern. Der Käufer trägt alle Kosten und Risiken nachdem die Ware so geliefert ist.
 
Als Spediteure gelten diejenigen, die sich durch einen Beförderungsvertrag verpflichtet haben, eine Beförderung per Bahn, Straße, Luft, See, Binnenschifffahrt oder eine Kombination dieser Beförderungsarten durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Werden mehrere aufeinander folgende Spediteure für die Beförderung zum benannten Ort eingesetzt, gehen die Risiken auf den Käufer über, sobald die Ware dem ersten Spediteur übergeben worden ist. Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen.
 
Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar, einschließlich des multimodalen Transports.
 
CIP - Frachtfrei versichert (…benannter Bestimmungsort): Der Verkäufer muss die Ware dem von ihm benannten Spediteur liefern. Zusätzlich hat er die Frachtkosten zu tragen, die erforderlich sind, um die Ware zum benannten Bestimmungsort zu befördern. Der Käufer trägt alle Kosten und Risiken nachdem die Ware so geliefert ist. Der Verkäufer hat die Versicherung gegen das vom Käufer getragene Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware während der Beförderung abzuschließen.
 
Der Verkäufer schließt den Versicherungvertrag ab und zahlt die Versicherungsprämie. Der Käufer muss beachten, dass der Verkäufer verpflichtet ist , die Ware nur zu einer minimalen Deckung zu versichern. Wenn der Käufer eine höhere Deckung wünscht, sollte dies mit dem Verkäufer vereinbart sein oder es müsste der Käufer selbst eine Zusatzversicherung abschließen.
 
Als Spediteure gelten diejenigen, die sich durch einen Beförderungsvertrag verpflichtet haben, eine Beförderung per Bahn, Straße, Luft, See, Binnenschifffahrt oder eine Kombination dieser Transportarten durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Werden mehrere aufeinander folgende Spediteure für die Beförderung zum benannten Ort eingesetzt, gehen die Risiken auf den Käufer über, sobald die Ware dem ersten Spediteur übergeben worden ist. Der Verkäufer muss die Ware für den Export abfertigen.
 
Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar, einschließlich des multimodalen Transports.
 
Gruppe D (Ankunftsklausel)
 
DAF - frei bis Grenze (…benannter Ort): Der Verkäufer muss dem Käufer die Ware auf dem ankommenden Beförderungsmittel nicht entladen, zum Export aber nicht zum Import abgefertigt an der benannten Stelle des Grenzortes, jedoch vor der Zollgrenze des benachbarten Landes, zur Verfügung stellen. Der Begriff „Grenze“ schließt jede Grenze ein, auch die Grenze des Exportlandes. Deshalb ist es wichtig, die in Frage kommende Grenze genau zu bestimmen und stets Stelle und Ort der Ablieferung in der Vertragsklausel zu benennen.
 
Sollten die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer die Verantwortung für die Entladung der Ware von dem ankommenden Beförderungsmittel trägt und auch die Risiken und Kosten der Entladung übernimmt, sollte dieses durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.
 
Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar, wenn die Ware an eine Landesgrenze geliefert wird. Sollte die Ware im Bestimmungshafen, an Bord eines Seeschiffes oder auf dem Kai geliefert sein, sollten die DES- oder DEQ-Klauseln verwendet werden.
 
DES - Geliefert ab Schiff (…benannter Bestimmungshafen): Der Verkäufer muss dem Käufer die nicht zum Import abgefertigte Ware an Bord des Schiffs im benannten Bestimmungshafen zur Verfügung stellen. Der Verkäufer hat bis zur Entladung alle Kosten und Risiken der Beförderung der Ware bis zum benannten Bestimmungshafen zu tragen.
 
Wenn die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer alle Kosten und Risiken der Entladung der Ware trägt, sollte die DEQ-Klausel verwendet werden.
 
Diese Klausel ist nur anwendbar, wenn die Ware per See oder Binnenschiff oder im multimodalen Transport auf einem Schiff in den Bestimmungshafen geliefert wird.
 
DEQ - Geliefert ab Kai (…benannter Bestimmungshafen): Der Verkäufer muss dem Käufer die nicht zum Import abgefertigte Ware am Kai im benannten Bestimmungshafen zur Verfügung stellen. Der Verkäufer trägt bis zur Entladung am Kai alle Kosten und Risiken der Beförderung der Ware bis zum benannten Bestimmungshafen. Der Käufer muss die Ware für den Import abfertigen und alle Formalitäten, Zölle, Steuern und andere Abgaben beim Import bezahlen.
 
Wenn die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer für alle oder Teile der beim Import der Ware anfallenden Abgaben verantwortlich sei, sollte dieses durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.
 
Diese Klausel ist nur anwendbar, wenn die Ware über See oder Binnenschiff oder im multimodalen Transport zur Entladung von einem Schiff auf den Kai im Bestimmungshafen geliefert werden soll. Wenn die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer für die Risiken und Kosten des Verbringens der Ware vom Kai zu einem anderen Ort (Lagerhaus, Terminal, Transportstation usw.) innerhalb oder außerhalb des Hafens verantwortlich sei, sollten die DDU- oder DDP-Klauseln verwendet werden.
 
DDU - Geliefert unverzollt (…benannter Bestimmungsort): Der Verkäufer muss die Ware zum Import nicht abgefertigt und auf dem ankommenden Beförderungsmittel nicht entladen am benannten Bestimmungsort liefern. Der Verkäufer trägt die Kosten und Risiken der Beförderung der Ware bis dorthin mit Ausnahme, wo zutreffend, jeglichen „Zolls“ (ein Begriff, der die Verantwortung und die Risiken der Erledigung der Zollformalitäten sowie die Bezahlung von Formalitäten, Zöllen, Steuern und anderer Abgaben umfasst) für den Import in das Bestimmungsland. Dieser „Zoll“ ist vom Käufer zu tragen sowie alle Kosten und Risiken, die durch sein Unterlassen, die Ware rechtzeitig zum Import abzufertigen, entstehen.
 
Wenn die Vertragsparteien wünschen, dass der Verkäufer die Zollformalitäten erledigt und die dadurch entstehende Kosten und Risiken sowie einige der beim Import der Ware fälligen Kosten trägt, sollte dies durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.
 
Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar; Wenn die Ware am Bestimmungshafen an Bord des Schiffes oder auf dem Kai geliefert wird, sollte jedoch die DES- oder DEQ-Klausel verwendet werden.
 
DDP - Geliefert verzollt (…benannter Bestimmungsort): Der Verkäufer muss die Ware zum Import abfertigt haben und am benannten Bestimmungsort auf dem ankommenden Beförderungsmittel nicht entladen liefern. Der Verkäufer trägt alle Kosten und Risiken der Beförderung der Ware bis dorthin, einschließlich, wo zutreffend, ( Beziehen Sie sich auf die Einleitung Absatz 14) jeglichen „Zolls“ (ein Begriff, der die Verantwortung und die Risiken der Erledigung der Zollformalitäten sowie die Bezahlung von Formalitäten, Zöllen, Steuern und anderer Abgaben umfasst) für den Import in das Bestimmungsland.
 
Während die EXW Klausel die Mindestverpflichtung für den Verkäufer darstellt, stellt DDP die Maximalverpflichtung dar. Wenn der Verkäufer direkt oder indirekt eine Importlizenz nicht erhalten kann, sollte diese Klausel nicht verwendet werden.
 
Wenn die Parteien wünschen, dass der Verkäufer für einige beim Import der Ware fälligen Kosten (z.B. MwST) nicht verantwortlich ist, sollte dies durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden.
 
Wenn die Parteien wünschen, dass der Käufer alle Risiken und Kosten des Imports trägt, sollte die DDU Klausel verwendet werden. Diese Klausel ist für jede Transportart anwendbar; Wenn die Ware am Bestimmungshafen an Bord des Schiffes oder auf dem Kai geliefert wird, sollte jedoch die DES- oder DEQ-Klausel verwendet werden.